Fall Daniela Klette - RAF-Solidaritätsdemo in Berlin-Kreuzberg vorzeitig beendet

Sa 09.03.24 | 20:01 Uhr
  9
Aufruf zur Demonstration in Solidarität mit Daniela Klette
Video: rbb|24 | 09.03.2024 | Material: rbb24 Abendschau | Bild: rbb

In Berlin-Kreuzberg sind am Samstagabend rund 600 Menschen bei einer Solidaritätsdemonstration für ehemalige RAF-Mitglieder durch die Straßen gezogen.

Wie die Polizei dem rbb mitteilte, haben sich Demonstrierende vereinzelt vermummt, auch Pyrotechnik wurde gezündet. Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet. Ansonsten sei es weitgehend ruhig geblieben. Gut 450 Polizisten waren im Einsatz.

Der Veranstaltungsleiter habe den Aufzug dann am Lausitzer Platz vorzeitig beendet. Der Grund dafür sei der Polizei zunächst nicht bekannt, so der Polizeisprecher.

Zum Protestzug aufgerufen hatten linke Gruppen unter dem Schlagwort "Solidarität mit den Untergetauchten und Gefangenen". Er sollte ursprünglich vom Mariannenplatz zur Rudi-Dutschke-Straße führen. Auf dem Weg passierten die Demonstranten auch die Sebastianstraße.

Dort war die ehemalige RAF-Terroristin Daniela Klette am 26. Februar in ihrer Wohnung festgenommen worden. Nach ihren flüchtigen Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker-Staub wird weiter gefahndet.

Der Extremismusforscher Klaus Schroeder von der Freien Universität Berlin sagte dem rbb am Samstag, hinter dieser Demonstration stehe der harte Kern der gewaltbereiten Linksextremisten.

Sendung: rbb24 Abendschau, 09.03.2024, 19:30 Uhr

Die Kommentarfunktion wurde am 09.03.2024 um 08:40 Uhr geschlossen. Die Kommentare dienen zum Austausch der Nutzerinnen und Nutzer und der Redaktion über die berichteten Themen. Wir schließen die Kommentarfunktion unter anderem, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt.

9 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 9.

    Gewaltbereite radikale Menschen nutzen die Freiheiten des demokratischen Staates, um für Ihre Idole einzustehen, die anhand einer Vielzahl von Ermittlungstatsachen mit den schlimmsten Straftaten in Zusammenhang gebracht werden. Das ist kein gutes Zeichen. Der Buback Sohn hat vollkommen Recht: es ist bedrückend.
    Ich frage mich, was wohl die ehrenwerte Bundesinnenministerin davon hält. Vermutlich ist die Hälfte der Demonstranten dem Verfassungsschutz bekannt.

  2. 8.

    Ich bin 1965er Baujahr, Wessi. Habe die RAF schon mitbekommen. War für mich, in dem Alter, sehr bedrückend. C. Klar war mit…das weiß ich nicht mehr…2 „Kollegen“ in der Kneipe meiner Eltern..kurz vor dem Anschlag auf dir JVH. Ob nun erste, zweite, dritte Generation, ob aufgelöst oder nicht…es waren massive Straftaten. Diese Taten können doch nicht gut geheißen werden. Oder ist unsere Gesellschaft mittlerweile so verroht, dass Terrorismus ein Stück weit geduldet wird?

  3. 7.

    Ich zitiere aus der taz:
    "Wir haben auf der einen Seite also 33, auf der anderen Seite 915 unvollstreckte Haftbefehle."

    ...
    3 mal dürfen Sie raten, ob Links- oder Rechtsextreme geschont werden/ massiv präsent sind.

    Wir wissen schon, wo die größere Gefahr für unsere Gesellschaft lauert.

  4. 6.

    Liebe Polizei, danke für Eure Arbeit.

  5. 5.

    Kreuzberg! Überraschung!

  6. 4.

    Der Extremismusforscher Schroeder scheint recht zu haben. die Menschen auf dem Bild erscheinen wirklich wie der harte Kern der gewltbereiten Szene Berlins...;-)

  7. 3.

    Vermutlich sind die Rafrentnerdemonstranten so gefährlich :)

    Man fragt sich, wo die ganze Polizei in der Nachwendezeit war, als man hier als Freiwild quasi ausgeliefert war im Umland von Berlin, wenn man bisschen anders aussah?

  8. 2.

    Wo bleibt denn hier die Gegen-Demo "Aufstehen gegen Links"? Klappte doch unlängst anders herum so prima.

  9. 1.

    Jeder Teilnehmer wird also von fast 2 Polizisten (genau 1,8) beschützt. Läuft.

Nächster Artikel